Üben unter realen Bedingungen.

img_0150

Rauch steigt auf über dem Bauhof in Brühl. Feuerwehrfahrzeuge mit lauten Motoren und Aggregaten durchschneiden die Stille der Nacht. Feuerwehrleute mit Atemschutzausrüstung wuseln umher. Hier wird der Ernstfall geübt. Diese Woche steht die mobile Brandübungsanlage der ENBW auf dem Bauhof der Gemeinde Brühl. Mit dem Trainingsangebot leistet die ENBW einen konkreten Beitrag zur Optimierung der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren. In der mobilen und rund 20 m² großen Anlage können, mit Hilfe der eingebauten Brandstellen, unterschiedliche Einsatzlagen simuliert werden: vom Zimmer-, Treppen- oder Verteilerkastenbrand, Brand eines 20-kV-Verteilers, bis hin zum Gasleitungsbrand. Aber auch die Simulation so genannter „flash-overs“ (große Rachgasdurchzündungen) ist in dieser Anlage möglich. Mit 300-600 °C Hitze herrschen dabei reale Bedingungen. So können sich Feuerwehrleute mit Hitze, Dunkelheit, Enge und den Gefahren beim Atemschutzeinsatz vertraut machen. Begleitet wird die Anlage durch speziell eingewiesene Feuerwehrleute, die vor Ort die Bedingungen und Überwachung übernehmen.

img_0191

So konnten auch die jungen Feuerwehrleute, die noch keine oder kaum Erfahrung mit richtigen Bränden gemacht hatten erleben, was es bedeutet die Hand sprichwörtlich nicht mehr vor den Augen zu sehen. Wie wichtig es ist als Team zusammen zu bleiben und jederzeit den rettenden Rückzug antreten zu können. Über 20 Einsatzkräfte konnten so für den Ernstfall fit gemacht werden. Verschiedene Szenarien wurden durchgeübt und unterschiedliche Vorgehensweisen ausprobiert. Für alle Teilnehmer war dies eine sehr lehrreiche aber auch schweißtreibende Erfahrung. Wir danken dem Bauhof Brühl für die Möglichkeit die Anlage der ENBW dort aufstellen zu dürfen. In den nächsten Tagen haben auch die Feuerwehren aus der Umgebung die Möglichkeit hier zu üben. Am Samstag wird auch der Truppführerlehrgang des Unterkreises Schwetzingen hier ausbilden. -cb-