Wir blicken auf ein atemberaubendes Jahr 2025 zurück. Die Wehr wurde 125 Jahre alt und der Spielmannszug feierte den 100. Geburtstag. Die erfolgreichen Veranstaltungen dieses Jahres werden allen noch lange in Erinnerung bleiben. Musikalisch eröffnete die Hauptversammlung unser Spielmannszug unter der Leitung des Stabführers Andreas Schließer.
Nach der Begrüßung durch unseren Kommandanten Marco Krupp übergab er das Wort an Bürgermeister Dr. Ralf Göck, der betonte gerne gekommen zu sein, um die Feuerwehr entsprechend zu ehren. Die Feuerwehr Brühl mit allen Mitgliedern habe über das Jubiläumsjahr ein hervorragendes Bild abgegeben. Neben den Feierlichkeiten sei die Arbeit trotzdem weitergegangen. „Die Freiwillige Feuerwehr hat einen hohen Stellenwert in der Gemeinde“, lobte Göck und berichtete über die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges, welches unser bereits fast 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ersetzen wird. Die Auslieferung des über 600.000 Euro teuren Fahrzeuges steht kurz bevor. Diese Kosten zahle die Gemeinde Brühl sehr gerne. Er sprach noch ein Thema an, welches die Gemeinde die nächsten beschäftigen wird. Das Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den Bestimmungen und ein Neubau für einen zweistelligen Millionenbetrag werde nun in Planung genommen. Der Bürgermeister versprach: „Wir machen uns auf den Weg!“
Kommandant Marco Krupp blickte in seinem Bericht auf insgesamt 182 Einsätze zurück. Diese teilten sich auf in 47 Brandeinsätze, davon 34 Kleinbrände und acht Einsätzen die als Großbrand aufgeführt wurden. Ein Rückgang verzeichnete er bei den technischen Hilfeleistungen, die rund 62 % an den Gesamteinsätzen ausmachten. Die Zahl der Fehleinsätze ist auf 22 Einsätze leicht gesunken. Im Jahr 2025 mussten 21 Personen durch uns gerettet oder erstversorgt werden. Leider konnten vier Personen nur noch tot geborgen werden. Schon durchschnittlich 4,3 Minuten nach der Alarmierung eilt das erste Fahrzeug zur Einsatzstelle. Die Einsatzkräfte waren letztes Jahr 367 Stunden im Einsatz.
In seiner Präsentation zeigte Marco Krupp die verschiedenen Einsatzarten sowie deren Verteilung nach Monaten, Wochentagen und Uhrzeiten auf, diese Angaben finden Sie auch in unserem Jahresbericht auf der Homepage unter „Über uns“. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre rechnet er mit einer jährlichen Steigerung der Einsätze. Zudem dürften auch die durch den Klimawandel bedingten Unwettereinsätze zunehmen. Der aktuelle Mitgliederstand teilt sich auf in, 59 Mitgliedern der Einsatzabteilung, 32 Mitgliedern in der Jugendabteilung, 16 der Alters- und Reservemannschaft und 29 des Spielmannszuges. 2025 wurden 53 Übungen durchgeführt, davon 24 für die theoretische und praktische Ausbildung. 35 Lehrgänge wurden besucht, unter anderem für Atemschutzgeräteträger und Maschinisten. Es wurden von uns über 2.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet, ohne Berücksichtigung der Stunden des hauptamtlichen Gerätewartes, der Hausmeister sowie für Ausbildung, Übung oder Einsatz. Daher müsse eine Anpassung der Entschädigungssatzung angegangen werden, betonte Marco Krupp. Es muss auch geprüft werden, welche Aufgaben im Ehrenamt noch zu leisten sind, bei den weiter steigenden Anforderungen. Hierbei muss eine Übergabe von Tätigkeiten ins Hauptamt dringend geprüft werden. Auch Kommandant Marco Krupp ging auf die Planungen für ein neues Feuerwehrhaus ein. Nach den ersten Gesprächen zwischen Feuerwehr und Verwaltung im Jahre 2017 wurde für die „Übergangsphase“ noch einige Umbauarbeiten beschlossen, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr aufrechtzuerhalten. Unter anderem einen zweiten Rettungsweg und die Erweiterung der Atemschutzwerkstatt waren zwingend notwendig. Die Atemschutzwerkstatt konnte ihren Betrieb bereits wieder aufnehmen, für den Rettungsturm ist und den zweite Rettungsweg aus dem Saal fehlt noch die Freigabe. Einen Zeitplan für den Abschluss der Umbauarbeiten und die Standortsuche für das Feuerwehrhaus konnte er nicht nennen. Freudig berichtete er über die Fortschritte bei der Beschaffung des neuen Fahrzeuges einem LF 10. Die Baubesprechung durch den Fahrzeugausschuss ist am 20. März, die technische Abnahme und Einweisung der Multiplikatoren am 4. und 5. Mai. Er freut sich das Fahrzeug, wenn alles reibungslos funktioniert, an den Tagen der offenen Tür am 16. Und 17. Mai, der Öffentlichkeit zu präsentiert.
Unser Jugendwart Torben Wedel berichtete über die Jugendfeuerwehr mit 32 Mitgliedern. Um dem Alter der Jugendlichen gerecht zu werden, wurden die Gruppenabende in verschiedene Ausbildungsstufen unterteilt. Neben den feuerwehrtechnischen Aktivitäten standen auch zahlreiche Freizeitangebote 2025 auf dem Programm. Am Festwochenende war die Jugendabteilung tatkräftig beteiligt und leistete wertvolle Unterstützung. Einen besonderen Dank sprach er seinem Team der Betreuer aus, die über 400 Stunden in die Jugendarbeit investierten.
Stabsführer Andreas Schließer berichtete über den Spielmannszug, der einer von noch elf Musikzügen im Rhein-Neckar-Kreis ist. Sein Spielmannszug ist immer auf der Suche nach neuen Interessenten, die sich anschließen und den Spaß am Musizieren teilen. Instrumente werden inklusive Uniformen und Übungsmaterial kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Übungszeiten für Einsteiger sind immer freitags ab 18.30 Uhr im Saal des Feuerwehrhauses.
Obmann der Alters- und Reservemannschaft Klaus Hambalgo berichtete von Veranstaltungen und Ausflügen der 16-köpfigen Gruppe. Er betonte, dass die Feuerwehr nicht nur Einsatz ist, sondern eine Gemeinschaft, die ein Leben lang halte. Die Alters- und Reservemannschaft ist das Gedächtnis der Wehr und Bewahrer der Kameradschaft. Er dankte dem Kommando für die Einbindung der Altersabteilung und unterstrich, dass sie alle sich wertgeschätzt und dazugehörig fühlen.
Der Kassenbericht von Thomas Kemptner wurde durch die Versammlung entlastet.
Aus allen Abteilungen wurden zahlreiche Mitglieder für Ihre häufige Teilnahme an den Übungsdiensten mit einem Eisgutschein geehrt. Bei den Beförderungen wurde Timo Liersch zum Oberfeuerwehrmann, Ron Pregartner zum Hauptfeuerwehrmann, Marcel Deutsch und Christoph Hemmerich zum Löschmeister, Florian Hettler und Sebastian Magnussen zum Hauptlöschmeister und André Bruns und Marko Zubcic zum Brandmeister befördert. Geehrte wurden Torben Wedel mit der Ehrennadel in Bronze des Kreisfeuerwehrverbandes für zehnjährigen Dienst, Joachim Brokmeier erhielt das Ehrenzeichen in Gold für 50 Jahre Feuerwehrdienst.
Die Einwohner von Brühl können sich auch künftig auf eine motivierte und bestens ausgebildete Feuerwehrmannschaft verlassen, so Kommandant Krupp und er beendete die Veranstaltung mit unserem Leitspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Einer für alle, alle für einen.“