Dichter Rauch dringt aus dem Schulgebäude, im Inneren werden mehrere Menschen vermisst, die Lage ist unübersichtlich: An der Marion-Dönhoff-Realschule in Brühl haben die Feuerwehren Brühl und Ketsch gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Brühl den Ernstfall geübt. Bei ihrer Hauptübung mussten die Einsatzkräfte einen angenommenen Brand bewältigen und mehrere vermisste Personen retten. Dabei kam es nicht nur auf schnelles Handeln an, sondern auch auf die Abstimmung zwischen den beteiligten Organisationen.

Das Szenario spielte während einer Schulhausübernachtung. Eine für eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtete Küche wurde dabei zum Ausgangspunkt einer Verpuffung mit anschließendem Brand. Infolgedessen breitete sich Rauch im Schulgebäude aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Daraufhin begannen die Feuerwehrmänner und -frauen mit der Erkundung der Lage, der Koordination der Einsatzmaßnahmen und der Menschenrettung. Ein Schwerpunkt lag auf der Rettung der vermissten Personen aus dem Schulgebäude. Insgesamt retteten die Feuerwehrleute fünf Personen über tragbare Leitern. Sechs weitere brachten sie aus dem Gebäude. Dabei trainierten sie unterschiedliche Rettungswege und Vorgehensweisen. Darüber hinaus simulierten die Teilnehmenden einen Atemschutznotfall. Solche Trainingssituationen sind besonders wichtig, um auch bei unerwarteten Zwischenfällen während eines Einsatzes schnell, koordiniert und sicher handeln zu können.

Parallel dazu übernahm der DRK-Ortsverein die medizinische Erstversorgung der geretteten Personen. Dazu richteten die Mitglieder einen Patientenablageplatz ein, an dem die Betroffenen versorgt werden konnten. Die Übung bot damit auch die Möglichkeit, die Schnittstellen zwischen Feuerwehr und medizinischen Einsatzkräften zu trainieren und die Abstimmung zwischen technischer Rettung und Patientenversorgung zu verbessern. Nach Abschluss der Übung kamen die Beteiligten zu einer gemeinsamen Feedbackrunde zusammen. Dabei wurden die Abläufe reflektiert und erste Erkenntnisse aus der Übung besprochen. Zum Abschluss kamen die Einsatzkräfte zum Essen in der Feuerwehr zusammen und ließen den Übungstag ausklingen. Die Hauptübung war damit eine wichtige Gelegenheit, die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken und das gemeinsame Vorgehen bei komplexen Einsatzlagen weiter zu festigen. Gerade bei größeren Schadensereignissen sind eine klare Kommunikation, abgestimmte Abläufe und das reibungslose Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen entscheidend.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Einsatzkräften der Feuerwehren Brühl und Ketsch sowie den Helferinnen und Helfern des DRK-Ortsvereins Brühl für ihre engagierte Teilnahme. Ein besonderer Dank geht außerdem an die Brühler Jugendfeuerwehr, die die Übungsdarstellerinnen und Übungsdarsteller zur Verfügung stellte und damit einen wichtigen Beitrag zu einer möglichst realitätsnahen Übung leistete. Wir bedanken uns ebenfalls bei der DRK-Notfalldarstellung für das Schminken unserer Darsteller sowie bei allen weiteren Beteiligten, die die Planung und Durchführung dieser Hauptübung unterstützt haben.

Bilder: Daniel Mechler / André Bruns