18. Januar 2016, Einsatz Seelsorger

Einsatz 13/2015

Ein Seelsorger aus Brühl unterstützte das Feuerwehr-Seelsorge-Team (FST) bei einem Einsatz in Heidelberg. -cb-

Informationen zum Feuerwehr-Seelsorge-Team (FST):

Im Feuerwehr-Seelsorge-Team (FST) arbeiten Seelsorger der beiden Kirchen, Ärzte, Psychologen und Angehörige der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Feuerwehr und Rettungsdienst) für das Wohl des Menschen in einer Notlage. Das FST ist Bestandteil der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg. Der Einsatzbereich erstreckt sich auf den gesamten Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg.

Regelmäßige Fort- und Weiterbildung und qualitätserhaltende Maßnahmen wie z.B. Supervision zählen zu den Standards und garantieren höchste Kompetenz im Bereich der Notfallseelsorge. Das FST ist eine vom Landkreis Rhein-Neckar anerkannte Hilfseinrichtung und kooperiert mit dem Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz und ist über die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar alarmierbar.
Das Feuerwehr-Seelsorge-Team bietet psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) als Dienst am Menschen in Notfällen, Krisensituationen und bei kritischen Ereignissen an.

Das FST leistet “Psychische Erste Hilfe”:
- für primär von Unglücksfällen betroffene Personen (unmittelbar betroffene Personen wie Opfer und Verletzte)
- für sekundär betroffene Personen (mittelbar betroffene Personen wie Unverletzte, Angehörige, Zeugen, Einsatzkräfte, Exekutivbeamte, Ersthelfer…)
- für tertiär betroffene Personen (nicht am Einsatzgeschehen beteiligte, aber durch die Nachricht vom Ereignis betroffene Personen wie Angehörige, Freunde, Nachbarn und Kollegen…)

Das FST bietet Notfallseelsorge im gesamten Rhein-Neckar-Kreis und dem Stadtkreis Heidelberg an – 24 Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr.

Prinzipien:
Die Arbeit des Feuerwehr-Seelsorge-Teams ist grundsätzlich ehrenamtlich und kostenlos. Es unterliegt der Schweigepflicht und bewahrt über das in Gesprächen Erfahrene Stillschweigen.

Das FST fragt nicht nach Kirchen- oder Religionszugehörigkeit, nicht nach Nationalität oder Weltanschauung, sondern bietet Begleitung für Menschen in Notlagen an. Es hat nicht die Absicht zu missionieren und kirchliche Rituale aufzudrängen. Es verpflichtet sich zum Respekt gegenüber der weltanschaulichen Überzeugung und Wertvorstellung der Menschen in Not. Es erkennt die absolute Priorität von Rettungsmaßnahmen im Einsatzfall an: deshalb kommt es nur auf Anforderung der für den Notfalleinsatz verantwortlichen Behörden zum Einsatz.

Ziel:
Ziel des Feuerwehr-Seelsorge-Teams ist die Unterstützung von Menschen bei der Bewältigung von Erlebnissen in Notfällen und in Krisensituationen, in dem es soziale Unterstützung anbietet, psychosoziale Betreuung ermöglicht und spezifisch-professionelle Hilfe vermittelt.

Hintergrund:
Träger des FST ist der Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar-Kreis e.V.
Die katholische und evangelische Kirche unterstützen das FST und kooperieren mit dem Kreisfeuerwehrverband. Alle Mitglieder des FST sind als „Fachberater Seelsorge“ einer örtlichen Feuerwehr zugeordnet und unterstehen daher den Bestimmungen des Feuerwehrgesetzes. Das FST finanziert sich über Spenden und Mittel, die der Kreisfeuerwehrverband und die Kirchen zur Verfügung stellen.

By | 2016-01-18T20:43:35+00:00 Januar 18th, 2016|Allgemein, Einsätze 2016|0 Comments